1783
Bremen erkennt als einer der ersten Staaten die Unabhängigkeit der USA an. Beginn des Direkthandels zwischen Bremen und Nordamerika.
1784
Unter den Ersten, die direkt über Bremen in die USA auswandern, ist Johann Friedrich Amelung, der bei Baltimore die später berühmte »New Bremen« Glasmanufaktur gründet.
1794
Im Auftrag von George Washington wird in Bremen ein US-Konsulat eröffnet, eines der ersten auf dem europäischen Kontinent.
1815
In New York wird ein Bremer Konsulat eingerichtet. Weitere folgen (u.a. 1821 in Baltimore, 1827 in Philadelphia und Boston).
1830
Fertigstellung des neuen Hafens Bremerhaven. Als erstes Schiff läuft der amerikanische Segler »Draper« ein.
1847
Mit dem Eintreffen der amerikanischen »Washington« in Bremerhaven wird die erste regelmäßige und direkte Dampfschifflinie zwischen Amerika und dem europäischen Kontinent in Betrieb genommen.
1854
Der Bremer Kaufmann Carl Melchers gründet auf Hawaii eine Handelsniederlassung. Das Wohn- und Geschäftsgebäude seiner Firma ist das erste jemals in Honolulu erbaute Steinhaus.
1859
Die Reederei und Handelsfirma des Bremer Kaufmanns Johann Hackfeld auf Hawaii entwickelt sich zu einer der größten der gesamten Südsee. Er gründet dort u.a. die Handelskammer von Honolulu.
1890
Anlässlich der großen »Bremer Gewerbe- und Industrieausstellung« wird die erste Elektrische Straßenbahn mit Oberleitung in Deutschland mit der Technik der US-amerikanischen Thomson Houston Company (später General Electrics) aus Boston in Betrieb genommen.
1890
John D. Rockefeller gründet zusammen mit den Bremer Geschäftsleuten Franz Schütte, Carl Schütte und Wilhelm Riedemann die Deutsch-Amerikanische Petroleum AG (später Esso). Beide Seiten halten je 50% der Anteile der Gesellschaft.
1906
Gründung der »Kaffee Handels AG« durch Ludwig Roselius zur Vermarktung des von ihm erfundenen koffeinfreien Kaffees, der unter dem Namen »Sanka« auch in den USA ein Erfolg wird. Zwischen den Weltkriegen wird Kaffee HAG / Sanka zur größten Kaffeehandelsfirma der Welt.
1913
Höhepunkt der Auswanderungswelle über Bremerhaven mit 240.000 Menschen pro Jahr. Insgesamt sind es bis zum Ende der 30er Jahre über 7,1 Millionen.
1928
Ein Jahr nach der ersten Atlantiküberquerung per Flugzeug in West-Ost-Richtung durch Charles Lindbergh gelingt Günther von Hünefeld, Hermann Köhl und James C. Fitzmaurice mit der »Bremen« die erste Ost-West-Atlantiküberquerung.
1929
Der Schnelldampfer »Bremen« des Norddeutschen Lloyd erlangt auf seiner Jungfernfahrt von Bremerhaven nach New York mit einer Reisedauer von 4 Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung per Schiff.
1930
Ein weiterer Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd, die »Europa«, stellt auf einer Überfahrt von Bremerhaven nach New York mit einer Reisedauer von 4 Tagen, 17 Stunden und 6 Minuten einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf und erhält ebenfalls das Blaue Band.
1934
Die »Comedian Harmonists« fahren über Bremerhaven in die USA und erzielen dort mit ihrem berühmten Auftritt in New York sowie in zahlreichen Rundfunksendungen große Erfolge.
1941
Lale Andersen (eigentlich Liselotte Bunnenberg) aus Bremerhaven wird während des Krieges mit ihrem Song »Lili Marleen« weltberühmt. Später tritt sie mehrfach in den USA auf.
1946
Die erste große Hilfssendung von 35.700 CARE-Paketen für Deutschland kommt mit einem US-Frachter in Bremen an. Das amerikanische CARE-Büro für Deutschland wird in Bremen eingerichtet.
1947
Der amerikanische Militärgouverneur General Joseph T. McNarney stellt Bremen wieder als selbständiges Land her.
1958
Elvis Presley geht in Bremerhaven an Land, um seinen Militärdienst in Deutschland zu absolvieren, und wird von tausenden Fans gefeiert.
1961
Die Kellogg Company übernimmt die Bremer Reis- und Handels AG und baut in der Folge in Bremen eine Fabrik, die die Produktion für ganz Deutschland übernimmt.
1966
Die ersten Container der Firma Sea-Land kommen mit einem amerikanischen Frachter in Deutschland an und werden im Bremer Überseehafen entladen. In der Folge wird Bremerhaven einer der wichtigsten europäischen Containerhäfen.
1983
Das in Bremen von ERNO gebaute Weltraumlabor »Spacelab« fliegt zum ersten Mal mit einem amerikanischen Space Shuttle in’s All. Insgesamt absolviert es 22 Missionen.
1999
In Kooperation mit der Rice University aus Houston / Texas wird die private "International University Bremen", heute "Jacobs University" gegründet.
2000
Mit einem jährlichen Umschlag von über 1,1 Millionen Stück ist Bremerhaven der bedeutendste europäische Automobilhafen. Ein Großteil der exportierten Fahrzeuge geht nach Nordamerika.
2003
Das »Bremen United States Center« nimmt seine Arbeit im World Trade Center Bremen auf.
2005
Die bremischen Häfen sind mit rund 1,2 Millionen Standardcontainern Deutschlands Nummer Eins im Containerverkehr mit Amerika.
2007
Geplanter Start des »Columbus« Weltraumlabors von EADS Space Transportation zur Internationalen Weltraumstation ISS mit einem amerikanischen Space Shuttle.